Biografie

Yulia Deyneka ist eine vielseitige Kammermusikerin, Dozentin an der Barenboim-Said Akademie und Solo-Bratschistin der Staatskapelle Berlin. Auch solistisch ist sie immer wieder mit verschiedenen Orchestern zu erleben, wie in Alfred Schnittkes Konzert für Viola unter der Leitung von Andris Nelsons oder an der Seite von Wolfram Brandl in Mozarts Sinfonia Concertante unter Daniel Barenboim. Für mehr als 10 Jahren engagierte sie sich im West-Eastern Divan Orchester, dessen Bratschengruppe sie auch betreute. Seit Herbst 2016 ist Yulia Deyneka festes Mitglied im Boulez Ensemble, das im neu erbauten Pierre Boulez Saal ansässig ist. In den letzten 10 Jahren sammelte sie zudem wichtige musikalische Impulse von Dirigenten wie Pierre Boulez, Zubin Mehta und Simon Rattle sowie von Solisten wie Martha Argerich, Yo-Yo Ma, Gidon Kremer, Maurizio Pollini, Radu Lupu und Yefim Bronfman.

In der Saison 2017/18 wird Yulia Deyneka als Solistin an der Seite von Misha Maisky (Don Quixote) mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin unter der Leitung von Massimo Zanetti auftreten. Ebenfalls wird sie als Mitglied des Streichquartetts der Staatskapelle Berlin Konzerte im Rahmen eines eigenen Schubert-Zyklus im Pierre Boulez Saal in Berlin spielen. Dabei werden alle Streichquartette Schuberts, sowie Quintette mit herausragenden Gastsolisten wie der Sopranistin Christiane Karg und dem Cellisten Frans Helmerson präsentiert. Außerdem wird sie zusammen mit Emmanuel Pahud und Aline Khouri an Debussy’s 100. Todestag seine Trio-Sonate aufführen. Daneben ist Yulia bei einem Auftragswerk von Aribert Reimann für Bratsche, Countertenor und Klavier mit Daniel Barenboim involviert.

Letzte Spielzeit gab Yulia Deyneka ein zweifaches Debüt als Solistin in der Carnegie Hall New York und in der Pariser Philharmonie mit der Staatskapelle Berlin (Mozart’s Sinfonia Concertante) unter der Leitung von Daniel Barenboim. Außerdem wirkte sie im März 2017 bei zahlreichen Konzerten zur Eröffnung des Pierre Boulez Saales in Berlin mit. Hierbei trat sie unter anderem mit Michael Barenboim, Kian Soltani, Francois-Xavier Roth und Daniel Barenboim auf. Highlights der Saison 2015/16 waren ein gesamter Brahms-Zyklus mit Musikern der Berliner Philharmonikern und die Eröffnung der Pariser Philharmonie im Januar 2015 mit Boulez‘ Derive II mit Mitgliedern des West-Eastern Divan Orchesters. Auch in der Carnegie Hall in New York brillierte sie kürzlich bei der Aufführung dieses Werkes mit dem Boulez Ensemble.

Kammermusik spielt für Yulia Deyneka schon seit frühen Jahren eine zentrale Rolle in ihrem künstlerischen Werdegang und ist immer noch ein wesentlicher Bestandteil ihres beruflichen Lebens. Als Kammermusikpartnerin spielte sie u.a. mit Boris Brovtsyn, Guy Braunstein, Janine Jansen, Sergey Krylov, Vadim Repin, Denis Matsuev und Jörg Widmann. Mit Daniel Barenboim verbindet sie eine langjährige musikalische Zusammenarbeit, mit ihm hat sie sowohl die wichtigsten Sonaten des Bratschenrepertoires, als auch die großen Werke der Klavierkammermusik aufgeführt.

Yulia Deyneka empfindet es als ihre künstlerische Verantwortung, ihre weitreichenden Erfahrungen und ihr musikalisches Wissen durch die Ausbildung von jungen Musikern weiterzugeben. So hat sie von 2006 -2011 an der Musikakademie der Barenboim-Said-Stiftung in Sevilla unterrichtet und ist seit 2016 Dozentin an der Barenboim-Said Akademie in Berlin. Auch bei der Staatskapelle Berlin betreut sie Absolventen der Orchesterakademie.

Yulia wurde 1982 auf der russischen Insel Sakhalin geboren und wuchs in Moskau auf. Sie studierte zunächst bei Prof. Alexander Bobrovsky am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium, ihr Diplom erwarb sie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei Felix Schwartz und absolvierte ihr Konzertexamen bei Wilfried Strehle an der Universität der Künste Berlin.